Playstation 3: im 3D-Modus nur 720p empfohlen

22. Juli 2010 – 07:26

1080p, also Full-HD-Auflösung, ist bei der Sony Playstation 3 im 3D-Modus zwar theoretisch möglich, doch die Entwickler raten davon ab: das hat Sony während einer Präsentation mitgeteilt. Das Problem daran sei die Hardware, die in der Konsole verbaut ist: grundsätzlich sei die zwar in der Lage, die wesentlich größere Datenmenge zu berechnen – in der Praxis könne das aber zu Hitze und zu Rucklern führen. Das liegt daran, dass beim Berechnen von 3D-Bildern grundsätzlich mehr als die doppelte Pixelmenge zu berechnen ist – genau genommen wird jedes Pixel doppelt berechnet, zudem kommen noch 30 Platzhalter-Pixel dazu. Wird ein Bild in HD-Qualität bei 720p in der klassischen 2D-Ansicht berechnet, fallen etwa 922.000 Pixel pro Bild zur Berechnung an, in Full-HD bei 1080p erhöht sich diese Datenmenge bereits auf rund 2,1 Millionen Pixel pro Bild – Datenmengen, mit der die Playstation 3 keinerlei Probleme hat.

Im 3D-Modus sieht das allerdings anders aus: In HD-Qualität müssen bereits rund 1,9 Millionen Pixel berechnet werden, in Full-HD steigt die Zahl der zu berechnenden Pixel auf astronomische 4,1 Millionen Bildpunkte pro Frame – eine Datenmenge, mit der die Sony Playstation 3 ernsthafte Probleme bekommt. Für kurze Sequenzen sei das machbar, aber für längere Spiele oder Filme werde diese Auflösung nicht empfohlen, so Sony. Derzeit herrscht ohnehin innerhalb der Hardware-Industrie Verunsicherung, ob sich Stereoskopie in 3D-Qualität überhaupt durchsetzen wird: die Vorteile sind eher gering, wenn sie an dem Aufwand gemessen werden, der für die Nutzung betrieben werden muss. Neben dem wesentlich teureren Entwicklungsaufwand, der auf den Endkundenpreis umgelegt wird, muss der Abnehmer noch über spezielle Hardware verfügen, die bislang nur wenig verbreitet ist.

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