Google Nexus One: Vodafone stoppt deutschen Verkauf

29. Juli 2010 – 16:36

Der Mobilfunkbetreiber, der in Deutschland das Google-Smartphone Nexus One im Bundle mit einem Mobilfunkvertrag oder auch auf Wunsch entkoppelt anbietet, hat den Verkauf des Smartphones in Deutschland einstweilig gestoppt. Der Grund hierfür liegt laut Vodafone in einem Lieferengpass, der sich auf der Beschaffung der AMOLED-Displays begründet. Diese können derzeit nicht schnell genug produziert werden: HTC, der Hersteller des Nexus One, bezieht die Displays extern und hat derzeit selbst einen stark erhöhten Absatz zu verzeichnen, wodurch die Displays vorrangig für eigene Modelle verbaut werden und die Lieferung des Nexus One in Verzug gerät.

Vodafone ließ mitteilen, dass das Unternehmen seinen Kunden nicht länger wochenlange Wartezeiten auf das Google-Smartphone zumuten wollte – und das scheint sich ohnehin eher rückläufig zu entwickeln. Aufgrund des stagnierenden Absatzes hatte bereits Google vor wenigen Wochen das Ende des eigenen Vertriebs für das Nexus One angekündigt und teilte zugleich mit, dass es keine Weiterentwicklung des Smartphones geben werde. Ziel der Aktion sei es gewesen, die Verbreitung des Google-Betriebssystems Android voranzutreiben, was mit der Vermarktung des Nexus One geglückt sei. Hierauf wolle man sich künftig wieder konzentrieren.

Das dürfte allerdings nur die halbe Wahrheit sein: das Nexus One konnte sich von Anfang an nicht wirklich gegen seine direkten Konkurrenten durchsetzen, und der von Googles PR-Abteilung angekündigte “iPhone-Killer” legte einen eher schleppenden Verkaufsstart hin, begleitet von diversen technischen Problemen, deren Lösung Wochen beanspruchte.


Amazon Kindle in dritter Generation vorbestellbar

29. Juli 2010 – 16:28

Der Amazon-eigene Reader Kindle ist ab sofort in seiner dritten Generation vorbestellbar. Über die amerikanische und die britische Seite des Versandhauses Amazon können die neuen Modelle wahlweise mit WLAN oder mit WLAN und UMTS-Adapter bereits vorbestellt werden, um rechtzeitig zur weltweiten Auslieferung ab dem 27. August eines der ersten Exemplare zu erhalten. Wahlweise ist der Reader in weiß oder anthrazit erhältlich und verfügt neben der neuen Internetverbindung mit WLAN b/g und HSDPA über ein kontrastreicheres Display und eine schnellere Befehlsverarbeitung als das Vorgängermodell.

Zudem hat Amazon den Speicher des Readers von 2 auf 4 Gigabyte erhöht, während hingegen das Gehäuse um 21 Prozent geschrumpft ist. Die Bildschirmgröße blieb hiervon unberührt, allerdings verspricht Amazon einen 50 Prozent stärkeren Kontrast in dem Display, und auch Blätterbewegungen sollen nun rund 20 Prozent schneller erfolgen. Zudem wurde der PDF-Viewer laut dem Hersteller deutlich verbessert und soll stabiler funktionieren, für Ausflüge ins Internet soll ein experimenteller Browser mit WebKit sorgen. Die Kosten in den USA liegen für die UMTS-Version bei 189 US-Dollar, mit Zoll und Versand dürften in Deutschland bei einer Bestellung in den USA rund 250 Dollar fällig werden. Die WLAN-Version hingegen liegt bei 139 Dollar und kostet als Import-Version ungefähr 145 Euro. Wann der neue Amazon Kindle auch im deutschen Shop von Amazon erhältlich ist, ist noch unbekannt. Da diese nicht allzu lange auf sich warten lassen dürfte, empfiehlt es sich allerdings, vor einer vorschnellen Vorbestellung noch etwas abzuwarten. Auch einige Medienberichte über einen “Angriff auf Apples iPad” sind angesichts der Ausstattung des Amazon Kindle an den Haaren herbeigezogen: es handelt sich dabei um einen Ebook-Reader mit einem Webbrowser, nicht um einen Tablet-PC.


O2 startet LTE-Pilotprojekt ab September in München und Halle

29. Juli 2010 – 16:17

Der Mobilfunkbetreiber O2, der sich im Lizenzvergabeverfahren um die begehrten LTE-Mobilfunklizenzen zusammen mit einigen anderen Netzanbietern erfolgreich behaupten konnte, teilt mit, dass planmäßig ab dem September ein erster Pilotversuch mit LTE in München und Halle starten soll. Gegenüber dem UMTS-Standard zeichnet sich der neue Mobilfunkstandard LTE durch eine wesentlich höhere Datengeschwindigkeit sowohl im Downstream als auch im Upstream aus und ist mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde (Downstream) sogar dem dem derzeitigen Festnetzangebot im VDSL-Standard überlegen.

Als einen weiteren Vorteil des LTE-Standards nennen die Betreiber den geringeren Aufwand für den Netzausbau: anders als bei UMTS muss für das LTE-Netz keine komplett neue Basis geschaffen werden, sondern bereits bestehende Basisstationen können mit einem LTE-Modul einfach erweitert werden. So kann das Netz auch im bereits laufenden Betrieb störungsfrei ausgebaut werden. Zudem glänzt der LTE-Standard mit einer größeren Reichweite als UMTS – insbesondere im ländlichen Raum können so mehr Einwohner mit verhältnismäßig wenigen Basisstationen mit einem LTE-Zugang versorgt werden. Um dies zu testen, wird O2 neben den Ballungsbeiten München und Halle, die im 2,6 GHz-Band versorgt werden, auch die beiden ländlichen Regionen östlich von München sowie im westlich von Halle gelegenen Teutschenthal im Anschluss mit LTE im 800 MHz-Band versorgt werden. Vorerst erfolgt ein rein experimenteller Betrieb mit einem eingeschränkten Zugang – ab wann alle Kunden kommerziell mit dem neuen Netz versorgt werden können, konnte die Telefónica-Tochter O2 derzeit noch nicht mitteilen.


Playstation 3: im 3D-Modus nur 720p empfohlen

22. Juli 2010 – 07:26

1080p, also Full-HD-Auflösung, ist bei der Sony Playstation 3 im 3D-Modus zwar theoretisch möglich, doch die Entwickler raten davon ab: das hat Sony während einer Präsentation mitgeteilt. Das Problem daran sei die Hardware, die in der Konsole verbaut ist: grundsätzlich sei die zwar in der Lage, die wesentlich größere Datenmenge zu berechnen – in der Praxis könne das aber zu Hitze und zu Rucklern führen. Das liegt daran, dass beim Berechnen von 3D-Bildern grundsätzlich mehr als die doppelte Pixelmenge zu berechnen ist – genau genommen wird jedes Pixel doppelt berechnet, zudem kommen noch 30 Platzhalter-Pixel dazu. Wird ein Bild in HD-Qualität bei 720p in der klassischen 2D-Ansicht berechnet, fallen etwa 922.000 Pixel pro Bild zur Berechnung an, in Full-HD bei 1080p erhöht sich diese Datenmenge bereits auf rund 2,1 Millionen Pixel pro Bild – Datenmengen, mit der die Playstation 3 keinerlei Probleme hat.

Im 3D-Modus sieht das allerdings anders aus: In HD-Qualität müssen bereits rund 1,9 Millionen Pixel berechnet werden, in Full-HD steigt die Zahl der zu berechnenden Pixel auf astronomische 4,1 Millionen Bildpunkte pro Frame – eine Datenmenge, mit der die Sony Playstation 3 ernsthafte Probleme bekommt. Für kurze Sequenzen sei das machbar, aber für längere Spiele oder Filme werde diese Auflösung nicht empfohlen, so Sony. Derzeit herrscht ohnehin innerhalb der Hardware-Industrie Verunsicherung, ob sich Stereoskopie in 3D-Qualität überhaupt durchsetzen wird: die Vorteile sind eher gering, wenn sie an dem Aufwand gemessen werden, der für die Nutzung betrieben werden muss. Neben dem wesentlich teureren Entwicklungsaufwand, der auf den Endkundenpreis umgelegt wird, muss der Abnehmer noch über spezielle Hardware verfügen, die bislang nur wenig verbreitet ist.


Preise für Microsofts Xbox 360 im Bundle mit Kinect bekanntgegeben

20. Juli 2010 – 08:07

Microsoft hat nun die Fakten auf den Tisch gelegt und darüber offiziell informiert, wieviel Geld interessierte Spieler für den neuen kabellosen Bewegungscontroller Kinect locker machen müssen. Wahlweise wird Kinect zur Markteinführung, deren europäischer Termin nach wie vor ungenannt blieb, in einem Bundle mit der Xbox 360 oder auch einzeln angeboten werden. Die Preise beziffert Microsoft dabei auf rund 300 US-Dollar für das Bundle, dem ein Einzelpreis von 150 US-Dollar für das kameragesteuerte System gegenüber steht. Damit bestätigten sich die Gerüchte, die bereits vor einigen Wochen durch die Sortimente mehrerer US-Händler aufgekommen waren: im Vergleich zur Konkurrenz von Nintendo und Sony geht Microsoft zwar technisch völlig andere Wege in der Bewegungssteuerung, dies hat aber auch einen wesentlich höheren Preis.

Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: keine Hardware am Spieler beeinträchtigt das Spiel, keine Sensoren, keine unterschiedlichen Controller für Fitness-Spiele, keine Balance-Boards, und keine Kabel, die beim Spielen stören. Gesteuert wird Kinect, vormals unter Project Natal bekannt, über eine Settop-Box, in die eine Kamera und Mikrofone integriert sind. Auf diese Weise werden Bewegungen registriert und in Befehle für die Xbox 360 umgerechnet – der Preis dafür liegt in einem recht hohen Anschaffungspreis. Ab dem 4. November soll Kinect zusammen mit rund 15 Spielen, die auf das neue System ausgelegt wurden, im US-Handel erscheinen – europäischer Termin wie eingangs erwähnt: unbekannt.


Neue 3D-Fernseher mit LED/LCD von Samsung

9. Juli 2010 – 20:07

3D ist zweifelsohne die Zukunft des Fernsehens. Insbesondere unter Berücksichtung neuer 3D-fähiger Spielekonsolen wie der Playstation 3, die seit einem Update im Frühsommer bereits 3D-Features beinhaltet, rüstet nicht nur die Spieleindustrie auf, sondern auch die Hardware-Hersteller ziehen nach. Nun ist Samsung an der Reihe und präsentiert nach Sony und Panasonic eine neue Fernseherlinie mit 3D-Features.

Unter dem Namen Samsung C9090 wird die LED-Flaggschiffreihe des koreanischen Herstellers ab sofort vertrieben: in den Bildschirmdiagonalen 46 und 55 Zentimetern ist das Gerät ab Juli im Handel erhältlich. Eine 40 Zoll-Variante soll zusätzlich ab August im Handel erscheinen und den Einstieg in Samsungs 3D-Klasse finanziell etwas erleichtern: das Flaggschiff mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale schlägt mit satten 6.000 Euro zu Buche. Beeindruckend ist aber nicht nur der Preis des Luxus-Fernseher, sondern auch die Größe: mit einer Tiefe von gerademal 8 Millimetern ist der Samsung C9090 unvergleichbar dünn und fällt mit seinem Rahmen aus gebürstetem Aluminium bei Wandmontage in modernen Wohnungseinrichtungen kaum auf – solange er ausgeschaltet bleibt.

Wird er eingeschaltet, zeigt sich allerdings das Ergebnis der LED-Hintergrundbeleuchtung, der 3D-Hyper-Real-Engine und der Bildwiederholfrequenz von satten 200 Hertz – Flimmern ausgeschlossen. Zudem besitzt der Samsung C9090 einen integrierten 3D-Prozessor, der auch 2D-Bildmaterial in 3D umrechnen kann. DVB-T/C ist eine ebensolche Selbstverständlichkeit wie CI-Plus-Schnittstelle und Internet TV – somit präsentiert sich die neue Wunderwaffe von Samsung als technisch topaktuelles Flaggschiff. Wer allerdings nach der Vorführung seine Nachbarn nicht mehr aus dem Wohnzimmer bekommt, kann sein Wunschprogramm noch unabhängig von der Vorführung auf dem Fernseher auf dem Mini-Display der Fernbedienung betrachten.


Xbox 720 und Playstation 4 wohl erst in drei Jahren

30. Juni 2010 – 21:14

Obwohl es vorab eigentlich keinerlei Hinweise darauf gab, dass Microsoft oder Rivale Sony an einer vollständig neuen Version ihrer Spielekonsolen Xbox 360 oder Playstation 3 arbeiten, waren während der E3 2010 in Los Angeles alle Augen auf die Stände der beiden Giganten gerichtet. Doch bei beiden Pressekonferenzen zerschlugen sich die Hoffnungen – obwohl Microsoft dennoch einige Neuerungen zu verkünden hatte.

Soviele Spekulationen und so wenige Ergebnisse: Xbox 720 und Playstation 4 bleiben zunächst eine Vision – und das nicht nur für die Spieler. Das teilte nun auch der COO David Reeves der amerikanischen Spieleschmiede Capcom mit: seiner Einschätzung nach seinen die Nachfolger für die Playstation 3 und die Xbox 360 frühestens in zwei bis drei Jahren zu erwarten – aber, fuhr er fort, er sei sicher, dass die beiden Hersteller bereits an den neuen Konsolen arbeiten würden. Er musste aber auch eingestehen, dass auch Capcom keine internen Informationen über die neue NextGen-Konsolengeneration vorliegen würden – und damit wäre gerade bei großen Spielestudios natürlich zuerst zu rechnen.

Das bedeutet nun, dass zumindest vorerst nichts Neues auf dem Markt der Konsolen passieren wird – wäre da nicht Microsoft gewesen, die statt einer Xbox 720 eine neue Xbox 360 präsentiert hätten. Denn bei allem Hype um die neuesten Konsolen sollte nicht untergehen, dass Microsoft auf der E3 eine runderneuerte Version der Xbox 360 angekündigt hatte. Die Xbox 360 Slim kommt mit mehr Speicher, mehr USB-Anschlüssen und auch serienmäßig WLAN an Bord und unterstützt natürlich den neuen Bewegungscontroller Kinect.


Microsoft Kinect für 150 Dollar

22. Juni 2010 – 22:25

Bereits vor einigen Tagen kursierten Meldungen durch das Internet, nach denen nun ein mutmaßlicher Preis für Microsofts neues Controllersystem Kinect bekannt sei – Kinect wird den meisten Insidern eher unter dem Namen “Project Natal” bekannt sein. Diesen Arbeitstitel kommunizierte Microsoft über eine lange Zeit auch in der Öffentlichkeit, doch kurz vor der E3 Expo in Los Angeles, wo vor allem die Spieleindustrie neue Videospiele und Konsolen nebst Zubehör präsentiert, wurde der Handelsname in Kinect geändert.

Vor wenigen Tagen entdeckte ein US-Spielemagazin, dass die großen amerikanischen Händler Amazon, BestBuy und Walmart gleichzeitig den neuen Controller für die Xbox 360 in ihr Sortiment aufgenommen haben. Der Preis für die Vorbestellung lag bei allen Händlern bei 150 US-Dollar, was umgerechnet rund 120 Euro entspricht. Inzwischen ist dieser Preis offiziell: auch Microsoft selbst hat den neuen Controller in sein Sortiment aufgenommen und gibt in seinem eigenen Store ebenfalls einen Preis von 150 Dollar an.

Microsoft Kinect besteht aus einer VGA-Kamera, einem Infrarot-Sensor und vier Mikrofonen: mit diesem System werden die Bewegungen und Sprachbefehle der Spieler aufgenommen. Das System verarbeitet diese Informationen anschließend zu Befehlen an die Xbox 360: so können Spieler völlig ohne einen Controller in der Hand oder Sensoren am Körper spielen, wodurch eine völlig neue Freiheit entsteht. Direkt zum Verkaufsstart von Kinect sollen bereits rund 20 Spiele bereitstehen oder kurz darauf veröffentlicht werden, die das neue System unterstüzen – weitere Spiele sollen laut Microsoft folgen. Der Verkaufsstart von Kinect wird am 04. November in den USA erfolgen, Europa und Japan sollen kurze Zeit später ebenfalls bedient werden.


Prototyp: Japanischer Plasma-Fernseher mit Mega-Auflösung

15. Juni 2010 – 21:56

Das japanische Unternehmen NHK Science & Technology Reserch Laboratories hat die Zukunft des hochauflösenden Fernsehens eingeleitet: die Ingenieure haben mit großem Aufwand ein 58 Zoll großes Plasma-Display entwickelt, das mit einem extrem niedrigen Pixelabstand von 0,33 Millimetern und einer Auflösung von beeindruckenden 3.840 mal 2.160 Pixeln extrem scharfe Bilder in Ultra-HD-Qualität abbilden kann. Der aktuelle Standard liegt bei einem Pixelabstand von 0,59 Millimetern, wodurch eine Ultra-HD-Abbildung erst auf extrem großen Plasma-Panels ab einer Diagonale von 103 Zoll ermöglicht wird.

Dieses ehrgeizige Zwischenziel haben die japanischen Tüftler erreicht, indem sie kontinuierlich an einer optimierten Hardware gearbeitet haben und Gasentladungen simuliert haben, bis sie das gewünschte Ziel erlangt haben – ein Etappenziel, wie die Ingenieure mitteilen, denn sie haben noch weitaus Größeres vor. Plasma-Bildschirme beruhen auf der Teilchenphysik: Kern der Technik ist eine ionisierte Gasfüllung, deren freie Teilchen durch spontane Emissionen zum Leuchten angeregt werden – je nach Füllung der jeweiligen Kammer in rot, grün oder blau. Ihre hervorstechendsten Merkmale sind die kraftvollen Farben und der praktisch uneingeschränkte Sichtwinkel im Gegensatz zu herkömmlichen Flüssigkristall-Displays (LCD).

Doch wie bereits erwähnt: auf diesem Zwischenstand möchten sich die japanischen Forscher nicht ausruhen. Ihr Ziel ist ein wesentlich ehrgeizigeres Projekt, dessen Grundstein durch diesen Prototyp nun allerdings gelegt wurde: der Pixelabstand soll nochmals schrumpfen auf 0,3 Millimeter, um den Weg zu ebnen für eine Super-Hi-Vision-Auflösung. Damit wären auf einem 100 Zoll-Display kaum vorstellbare 7.680 mal 4.320 Pixel realisierbar – das große Ziel der Ingenieure von NHK. Bis es soweit ist und eine solche Technik Einzug in die heimischen Wohnzimmer halten wird, werden allerdings mit Sicherheit noch einige Jahre vergehen – Fußballfans werden wohl auch während der kommenden Weltmeisterschaft noch gut beraten sein, einem Public Viewing beizuwohnen, um die Fußball-Mannschaften auf einem richtig großen Bildschirm zu verfolgen. Dennoch bieten die Forschungsergebnisse von NHK interessante Zukunftsperspektiven und lassen darauf hoffen, dass die derzeitigen Entwicklungen erst den Grundstein für noch realistischere und atemberaubendere Darstellungen gelegt haben.


Das iPhone 4 von Apple: Daten, Fakten, Aussichten

11. Juni 2010 – 09:57

Am 07. Juni fand im Moscone Center in Los Angeles die diesjährige World Wide Developers Conference (WWDC) von Apple statt, zu deren Anlass Apple-CEO Steve Jobs die nächste Generation des iPhones präsentierte: das iPhone 4. Bereits im Vorfeld wurde das Netz durch zahllose Gerüchte und echte und gefälschte Bilder des kommenden iPhone aufgeheizt, und im Nachhinein erwies sich nun manches Gerücht als wahr, manches vorab geleakede Foto als echt, und manche These als schlicht absurd. Was müssen wir also zum Nachfolger des iPhone 3GS wissen?

Zunächst wird sich das iPhone 4 erstmalig in seiner dreijährigen Geschichte in einem neuen Gehäuse-Design präsentieren: seit dem ersten iPhone über das iPhone 3G bis hin zum aktuellen iPhone 3GS gab es praktisch keine Veränderungen des Designs, die Geräte waren optisch auf den ersten Blick kaum voneinander zu unterscheiden. Das iPhone 4 hingehen erhält ein Design mit mehr Kanten und klarer Linie.

Auch technisch erhält das iPhone 4 etliche Neuerungen: das Retina Display des iPhone 4 ist ebenso wie beim iPhone 3GS 3,5 Zoll groß, bildet bei einer Pixeldichte von 326p aber 960 mal 480 Bildpunkte ab und sorgt so für extrem scharfe Darstellungen. Ebenfalls neu ist eine Frontkamera sowie eine LED-Leuchte an der rückwärtigen 5 Megapixel-Kamera. Beide können für die neue Videotelefonie FaceTalk genutzt werden – die funktioniert vorerst aber nur mit WLAN-Verbindung und nur unter iPhones. Neu auch: der A4-Prozessor, der ebenfalls beim Apple iPad zum Einsatz kommt und den Weg ebnet für Multitasking. Zudem erhält das iPhone 4 auch ein schnelles WLAN-Modul nach IEE 802.11n. Ein Gyrosensor sorgt vor allem beim Spielen für mehr Einflüsse: dieser dreiachsige Sensor ergänzt die vier bisherigen Sensoren und sorgt so dafür, dass selbst Rotationen um die eigene Achse in jeder Richtung aufgezeichnet werden und verarbeitet werden können.

In den Handel wird das iPhone 4 bereits am 24. Juni kommen – das kommende iPhone OS 4, kurz iOS4, wird bereits am 21. Juni für Besitzer des iPhone 3GS zum Download bereitstehen. Beim iPhone 3G und beim iPod Touch wird nicht der gesamte Funktionsumfang zur Verfügung stehen.