O2 startet LTE-Pilotprojekt ab September in München und Halle

29. Juli 2010 – 16:17

Der Mobilfunkbetreiber O2, der sich im Lizenzvergabeverfahren um die begehrten LTE-Mobilfunklizenzen zusammen mit einigen anderen Netzanbietern erfolgreich behaupten konnte, teilt mit, dass planmäßig ab dem September ein erster Pilotversuch mit LTE in München und Halle starten soll. Gegenüber dem UMTS-Standard zeichnet sich der neue Mobilfunkstandard LTE durch eine wesentlich höhere Datengeschwindigkeit sowohl im Downstream als auch im Upstream aus und ist mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde (Downstream) sogar dem dem derzeitigen Festnetzangebot im VDSL-Standard überlegen.

Als einen weiteren Vorteil des LTE-Standards nennen die Betreiber den geringeren Aufwand für den Netzausbau: anders als bei UMTS muss für das LTE-Netz keine komplett neue Basis geschaffen werden, sondern bereits bestehende Basisstationen können mit einem LTE-Modul einfach erweitert werden. So kann das Netz auch im bereits laufenden Betrieb störungsfrei ausgebaut werden. Zudem glänzt der LTE-Standard mit einer größeren Reichweite als UMTS – insbesondere im ländlichen Raum können so mehr Einwohner mit verhältnismäßig wenigen Basisstationen mit einem LTE-Zugang versorgt werden. Um dies zu testen, wird O2 neben den Ballungsbeiten München und Halle, die im 2,6 GHz-Band versorgt werden, auch die beiden ländlichen Regionen östlich von München sowie im westlich von Halle gelegenen Teutschenthal im Anschluss mit LTE im 800 MHz-Band versorgt werden. Vorerst erfolgt ein rein experimenteller Betrieb mit einem eingeschränkten Zugang – ab wann alle Kunden kommerziell mit dem neuen Netz versorgt werden können, konnte die Telefónica-Tochter O2 derzeit noch nicht mitteilen.

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