Komme die Klagewelle in Lichtenstein?

10. Februar 2010 – 13:07

“Die Bänker hätten ihre Kunden frühzeitiger informieren müssen”, so ein Wortlaut aus den Reihen der Lichtensteiner Burg.

Elmar S. aus München ist der erste, der Erfolg hatte. Er klagte Schadensersatz da seine Kontobewegungen in Lichtenstein nicht mehr sicher waren. Er bekam vom Gericht  mehrere Millionen zugesprochen. Viele weitere deutsche Steuerhinterzieher wollen laut einem Pressebericht Schadensersatz einfordern. Ihre Begründung finden die Hinterzieher im Bereich “fehlende Geheimhaltung”.

Oben genannter Elmar S. aus München bekam vom Gericht der Hauptstadt Vaduz eine enorme Schadensersatzsumme zugesprochen. Sage und schreibe 7,3 Millionen Euro. Natürlich soll er auch die Zinsen in vollem Umfang bekommen. Wie die “Süddeutsche Zeitung” mitteilte, gäbe es bereits eine Gruppe von Anwälten die derzeit bis zu dreißig Klagen vorbereiten.

Zu den Gründen: Der ehemaligen Tochterfirma der Lichtensteinischen Fürstenbank LGT “Fiduco Treuhand AG” wurden im Jahr 2002 eine große Menge  Bankdaten gestohlen.  Hierüber  wurden die Kunden nicht rechtzeitig informiert. Der deutsche Bundesnachrichtendienst kaufte damals die Daten und leitete  diese an die  deutschen Finanzbehörden weiter. Daraufhin flogen Elmar S. und einige weitere deutsche Steuersünder auf, wie auch Klaus Zumwinkel, der damalige Postchef.

Nun haben die deutschen Steuersünder Hoffnung. Das Urteil im Fall des Elmar S. bringt Frohmut in einige Deutsche Köpfe. Es soll eine Klagewelle drohen, teilte die Süddeutsche Zeitung mit. Bereits am 23. Februar soll der nächste Prozess beginnen. Eine Steuersünderin aus Köln habe bereits Klage erhoben. Sie fordert dem Vernehmen nach eine Summe von 395.000€.

News by Sven

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